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Mittwoch, 08. Dezember 2021

„Ein großes Netz aus Liebe“


11. Norddeutscher Kindertag in Bad Segeberg  begeisterte

Etliche Stuhlreihen stehen in der Sporthalle des städtischen Gymnasiums Bad Segeberg bereit, erste Pavillions zieren das Sportplatzgelände. Ein paar Stunden später werden hier zahlreiche Kinder den 11. Norddeutschen Kindertag der Neuapostolischen Kirche feiern. Während in Bad Segeberg noch die letzten Vorbereitungen getroffen wurden, machten sich Kindergruppen aus dem Bereich Lüneburg, Hamburg-Ost, Hamburg-Süd, Bad Segeberg, dem Lübecker Raum, dem Kreis Herzogtum Lauenburg bis in die Pinneberger Ecke auf den Weg in die Stadt Karl Mays. 
Angekommen auf dem Gelände des städtischen Gymnasiums wird der Blumenschmuck ausgeladen. „Jede anwesende Gemeinde bringt einen von den Kindern bepflanzten und verzierten Blumenkasten mit", erzählt Tanja Schröder. Die Ratzeburgerin ist mit acht Kindern angereist.  Passend zu dem Thema „Werfet eure Netze aus“ zieren etliche weitere Blumenkästen  den Platz  vor dem Altar in der Turnhalle.
Eine mobile Orgel stimmt schon musikalisch auf den Gottesdienst ein, wechselt sich mit dem gut 50-köpfigen Kinderchor aus dem Hamburger Raum ab. Rund 45 Gemeinden haben sich auf den Weg nach Segeberg gemacht um Gottesdienst und Spaß an einem vereinten Sonntag zu erleben.
Unter dem Motto „Werfet eure Netze aus“  diente Apostel Jörg Steinbrenner  in Anlehnung an das Textwort aus dem Matthäus-Evangelium Kapitel 13, Vers 47, in dem es heißt „Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und alle Arten [von Fischen] zusammenbrachte [...]“. Interaktiv arbeiteten die Kinder an dem Gleichnis mit und lernten, dass das Netz  Gottes aus engmaschiger Liebe gestrickt ist, die jeden Fisch – mit oder ohne Fehler – aufnimmt.
Nach dem einstündigen Gottesdienst mit Schauspiel- und Gesangseinlagen strömten die hungrigen Kinder an die „Hot-Dog-Straße“. „Hier gingen rund 850 Hot-Dogs über den Tresen“, erzählten die freiwilligen Helfer, bestehend aus Jugendlichen der Neuapostolischen Kirche. Reibungslos wurde alle hungrigen Mäuler gestopft und sie konnten an den 17 Spielständen auf dem Sportplatz einen fröhlichen Nachmittag erleben.

Auf ein Wort:
Interview mit Apostel Jörg Steinbrenner

Frage: Als Apostel dienen Sie oft vor großen Menschenmengen. Wie ist es vor hauptsächlich Kindern zu predigen?
Steinbrenner: Also ich finde, es  ist die größte Herausforderung kindgerecht zu dienen und den Ton zu treffen, eine Sprache zu sprechen, die die Kinder verstehen, die aber nicht so weit abgleitet, dass es nachher zu banal wird, eine echte Gradwanderung.
Frage: Bereitet man sich auf einen Kindergottesdienst anders vor?
Steinbrenner: Wir haben für solche Gottesdienste natürlich auch Leitgedanken, aber ich versuche mich dann immer in der Vorbereitung in die Rolle der Kinder hereinzuversetzen und ein Beispiel zu erarbeiten.
Frage: Zum Motto: „Werfet eure Netze aus“, was bedeutet das?
Steinbrenner: Ja es geht darum, dass das diesjährige Motto unserer Stammapostel „Mit Liebe ans Werk“, umgesetzt werden soll, ein Netz der Liebe auszuwerfen, das eben so engmaschig von Liebe durchdrungen ist, von Verständnis von Hilfsbereitschaft, von Güte und Freundlichkeit, um damit letzendlich dem Herren Seelen zuzuführen und auch selbst dabei zu bleiben und sich für Gott zu begeistern. Das ist der Grundgedanke dieses Gottesdienstes. Das können Kinder auch verstehen, denn es geht auch darum sich richtig zu verhalten. Das Thema Mobbing ist ja auch für Kinder ein großes Thema.
Frage: Was begeistert Sie am meisten am Kindertag?
Steinbrenner: Dass einfach viele mitgemacht haben  und die Kinder wirklich müde und glücklich nach Haus gehen, dass ist wirklich schön. Und dass so viele helfende Hände bis ins Detail mitgeholfen haben.
Frage: Was nehmen Sie für sich selber aus dem Gottesdienst mit?
Steinbrenner: Das Beispiel der Geduld, die man zum Fischen benötigt, war für mich ein großes Beispiel. Geduld brauchen wir in jeder Lebenslage. Und dass der liebe Gott keine Unterschiede macht, egal welcher Fisch in seinem Netz landet.
Frage: Der wievielte Kindertag ist das für Sie?
Steinbrenner: Der dritte Kindertag in diesem Bereich. Ansonsten habe ich Kindertage, so lange es sie gibt, mitgemacht.

Text und Interview: Annika Ebert

 

 

Bilder vom Kindertag