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Samstag, 23. Oktober 2021

Kindertag 2011 der Bezirke Elbe-Prignitz, Schwerin und Güstrow am 19.06.2011 in Matzlow.

(rd). Der diesjährige Kindertag für die Bezirke Elbe-Prignitz, Güstrow und Schwerin fand am Sonntag, dem 19.06.  wieder in Matzlow statt.

Das Gleichnis „Vom verlorenen Sohn“ aus dem Lukasevangelium, dem 15. Kapitel, ab dem 11. Vers war das Thema dieses Tages. Bischof Novicic diente in dem um 11:00 Uhr beginnenden Gottesdienst mit dem Wort aus Lukas 15, Vers 22. „Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße.“ Zum Eingang sang die Gemeinde aus dem Kinderliederbuch das Lied Nr. 59: „Danke, Herr Jesus, hab Dank, Herr, dass ich mit dir reden darf.“ Nach dem Verlesen des Textwortes intonierte der Kinderchor das Lied Nr. 100 aus dem Kinderliederbuch: „Der Gottesdienst soll fröhlich sein.“

Bischof Novicic ging zunächst auf das Chorlied ein und freute sich darüber, dass die Kinder in ihrem Gesang Fröhlichkeit ausgedrückt hätten und er dies auch deutlich spüren konnte. Im Eingangslied wurde vom „Danken“ gesungen und der Bischof fragte die Kinder, wofür man denn alles dankbar sein könne. Zahlreiche Antworten zeigten, dass bei den antwortenden Kindern schon eine recht hohe Erkenntnis vorliegt, dass dem Herrn und dem großen Gott „Danke sagen“ nicht vergessen werden darf. Bischof Novicic ging dann detailliert auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn ein und es kristallisierte sich heraus, dass auch wir auf die Gnade Gottes angewiesen sind. Der Vater (im Gleichnis) war – und unser himmlischer Vater ist barmherzig! Eine Voraussetzung ist, dass man bussfähig ist. Der Sohn im Gleichnis war bussfähig und empfing Barmherzigkeit vom Vater und das ist die Voraussetzung auch für uns für die Sündenvergebung. So wie der verlorene Sohn, empfangen wir dadurch neue Kleider (Heilskleider) - und die Schuhe, die der Sohn vom Vater erhalten hat, bedeuten einen Neuanfang. Das Fest, das im Gleichnis gefeiert wurde, feiern wir heute in jedem Gottesdienst und in der Feier des Heiligen Abendmahles.

Der Kinderchor bereitete mit dem Lied Nr. 56 aus dem Kinderliederbuch dem Hirten Schmidtke aus dem Bezirk Schwerin den Weg zum Mitdienen. Der Chor intonierte das Lied Nr. 72 aus dem Kinderliederbuch und anschließend diente Evangelist Lamster aus Waren. Ein weiterer Vortrag des Chores aus dem Lied Nr. 79 erfreute die Gemeinde und es diente Priester Meier, der im Bezirk Elbe-Prignitz die Bezirkskindergottesdienste leitet. Priester Meier hatte den Bruder des verlorenen Sohnes in Form einer kleinen Puppe (auf den Bildern zu sehen) mitgebracht und ging auf dessen Verhalten im Gleichnis ein und es wurden – gemeinsam mit den Kindern – die richtigen Verhaltensmaßnahmen, aus der Sicht des daheimgebliebenen Bruders, erarbeitet.

Bischof Novicic leitete über zur Sündenvergebung und zum Heiligen Abendmahl. Als Bußlied wurde gesungen aus dem Lied Nr. 75 (Kinderliederbuch) und während der Austeilung des Heiligen Abendmahles die Lieder Nr. 69 und 57 (Kinderliederbuch).

Nach dem Gottesdienst wurde durch den Bezirksältesten Manzke, in Vertretung des erkrankten, und für die Organisation verantwortlichen Bezirksevangelisten Thomas, das weitere Programm vorgestellt. Das Mittagessen wurde terminiert auf 12:30. Es gab, wie im vergangenen Jahr auch Nudeln mit Gulasch oder Bolognese und Milchreis mit Zucker und Zimt. Die Essensausgabe klappte hervorragend und so konnte das Nachmittagsprogramm bereits um 13:15 Uhr beginnen. Die „Aktionsplätze“ wurden, bis auf „Basteln“, „Malen“ und „Popcorn“ zunächst im Freien aufgebaut und sofort von den Kindern belagert. Das Wetter und die Temperaturen waren leider nicht so, wie man es sich gewünscht hatte. Aber zunächst blieb es trocken und man konnte sich, trotz kaltem Wind im Freien aufhalten. Langeweile kam bei dem großen Angebot von Aktivitäten nicht auf. So gab es eine Hüpfburg, in der sich besonders die kleineren Kinder austoben konnten.

Eine Kletterstange war aufgestellt und wer es schaffte ganz nach oben zu kommen, erhielt eine Belohnung. Und wen vorher die Kräfte verließen, dem kam man dann mit den oben angebrachten Belohnungen dann auch mal entgegen. Und wenn es gar nicht ging – na ja – dann gab es eben mal Hilfestellung.

Gut besucht war auch der Popcorn-Stand, der gleich im Inneren aufgestellt war und bei dem es wegen eines Stromausfalles Anfangsschwierigkeiten gab. Beeindruckend zeigte die Maschine die Herstellung und verblüffte nicht nur die Kinder beim Zusehen der „Explosionen“ und die Tatsache, wie aus einer geringen Menge Mais auf einmal eine große Menge fertigen Popcorns wächst. Natürlich schmeckte dann das Produkt auch vorzüglich.

Auch im Inneren wurde mit Papier gebastelt. Draußen hätte der Wind alles verweht. Gleich daneben wurde der „Malstand“ gefunden, an dem die Kinder vorgezeichnete Bilder ausmalen konnten. An einem Stand sollten die Zuordnungsfähigkeiten „getestet“ werden. Die Aufgabe lautete: „Ordne den richtigen Vater dem verlorenen Sohn zu!“ Diese Aufgabe wurde erweitert dadurch, dass man anwesende Väter und Kinder fotografierte, sofort ausdruckte und dann gemischt auf einer Tafel anbrachte. Die Zuordnung war dann schon etwas schwieriger. An einem weiteren Stand wurde die Reaktionszeit geprüft. Über einen Schlauch wurde eine Erbse auf eine Platte befördert. Bei dem Austritt der Erbse aus dem Schlauch sollte sie mit einem Hammer getroffen werden. Ein schwieriges Unterfangen, das nur selten geschafft wurde. Auch der Bischof versuchte sich an diesem Gerät und hatte nur selten „Glück“ die ausrollende Erbse zu treffen. Zum Schätzen wurde man aufgefordert an einem Stand, auf dem Nudeln, Senfkörner, Erbsen und Linsen in Gläsern standen. Die Anzahl des jeweiligen Glasinhaltes sollte geschätzt werden. In mühevoller Zählarbeit war zuvor jedes Glas gefüllt worden und es wurde versichert, dass der jeweilige Inhalt genau festliegen würde?! – Na ja. Man hätte sich ja auch verzählen können. Später wurden die Zahlen bekannt gegeben und man konnte feststellen, dass man sich mindestens an einem Glas gewaltig verschätzt hatte. Auch gab es eine Torwand, auf die nicht geschossen, sondern geworfen wurde. Der Eisstand wurde von den Kindern belagert und das Geschenk, ein Schlüsselanhänger, dankbar angenommen.

Als der Regen einsetzte konnten die Kletterstange, die Hüpfburg und die Torwand nicht mehr benutzt werden. Alle anderen Aktivitäten wurden in die Halle verlegt. Dann gab es noch Kaffee und Kuchen. Da schon einige Eltern den Heimweg antreten wollten, beendete Bischof Novicic gegen 16:00 mit Gebet den offiziellen Teil dieses Kindertages 2011. Wer noch bleiben wollte, konnte gern noch weiter die Gemeinschaft pflegen, um dann spätestens um 18: 00 Uhr aufzubrechen.

Den Organisatoren dieses Kindertages, unter der Leitung von Bezirksältesten Manzke, in Vertretung des Bezirksevangelisten Thomas, sprach der Bischof ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön aus. Diese Worte wurden von den Anwesenden mit einem großen Beifall begleitet und abgeschlossen. Wirklich eine großartige Leistung des Organisationsteams.

Bilder: R. Dittmar

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