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Mittwoch, 08. Dezember 2021

Kleiner Kindertag in Delmenhorst

Scheint eigentlich jedes Jahr im August die Sonne…,

wenn sich die Kinder, Eltern und Lehrkräfte in Bürstel bei Ganderkesee (Bezirk Delmenhorst, Norddeutschland) nach dem Kindergottesdienst zum Schuljahreswechsel treffen?

Wenn man das Wetter der vergangenen Wochen betrachtete, mochte man gar nicht davon träumen, dass die Sonne am 21.August 2011 über Bürstel scheinen soll.

Dem gingen aber auch einige Gebete voraus, denn in Bürstel gibt es zwar eine Scheune, aber die ist dafür gedacht, das kalte Büfett aus Salaten, Kuchen und Nachspeisen zu beherbergen und nicht noch viele Kinder und Erwachsene.

Aber die Sonne schien sogar teilweise heiß vom Augusthimmel und die Bäume auf der großzügigen Rasenfläche boten Schatten und waren der ideale Platz für Tische und Bänke für das gemeinsame Grillen nach dem Kindergottesdienst.

Fußball, Völkerball, sowie andere kleinere Spiele und viele Gespräche zwischen und Jung und Alt, haben auch diesen kleinen Kindertag 2011 zu einem tollen Tag werden lassen.

Der „Bonbon-Mann“ (waren aber zwei Kinder und ein Jugendlicher) kam auch noch über die Rasenflächen gelaufen und erfreute die Kinder mit Süßigkeiten. Auch gab es noch ein Eis.

Dieser Tradition geht immer der Kindergottesdienst zum Schuljahreswechsel voraus, der in diesem Jahr unter dem Motto stand: „Mein Freund hilft mir“.

Unser Bezirksälteste Meischen diente mit einem Textwort aus: Lukas 11,9.

Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

Vor dem Gottesdienst bekam jedes Kind eine Blume, welche von ihm in die vorbereiteten Blumenschalen auf und vor dem Altar gesteckt werden durfte. Das hat alle sehr angesprochen.

Nach dem gemeinsamen Eingangslied (KLB 65) „Herr Jesu wie gut bist du“ und dem Beitrag des Kinderchores: „Warten auf den Gottessohn“, startet der Gottesdienst mit einer szenischen Darstellung zu dem Thema: Mein Freund hilft mir.

Vanessa, Aniela und Svea haben uns dargestellt, auf welche unterschiedliche Art und Weise man die Nachbarin um ein Brot bitten kann. Es wurde die fordernde, unhöfliche, ungeduldige und auch ungehaltene Weise gezeigt. Aber auch wie man mit einer freundlichen Haltung eine Bitte äußern kann. Auch die Reaktion der gefragten „Nachbarin“ zeigte, wie unterschiedliche Ergebnisse auf ein und dieselbe Frage heraus kommen können.

In dem Abschlussgedanken wurde verdeutlicht, wie auch unsere Bitten und Anliegen dem großen Gott gegenüber ausfallen können.

Der liebe Gott wünscht sich von uns auch eine gläubige, demütige und freundliche Einstellung, wenn wir mit unseren Bitten im Gebet zu ihm kommen.

Unser Ältester ging in seiner Predigt auch auf diese Darstellung ein. Er sagte uns, dass der liebe Gott geduldig ist, wenn wir ihn um etwas bitten und nicht wie wir Menschen, die häufig ungeduldig werden, wenn eine Fragen oder Bitte wiederholt auftaucht.

Er machte uns auch noch mal darauf aufmerksam, nicht so sehr Äußerlichkeiten zu beachten, sondern das Wesentliche zu bedenken. Als Beispiel führte er an, dass man sich von einem neuen Lehrer/in nicht durch Äußerlichkeiten und persönlicher Sympathie vom Lernen und der Aufmerksamkeit abhalten lassen sollte. Wir sollen für uns selber lernen.

Das ist auch ein wichtiger Gedanke, der für alle Kinder zutreffend sein kann. Er sprach in dem Gottesdienst alle Kinder an, denn jedes Kind hat zum Schuljahreswechsel eine Veränderung hingenommen. Vielleicht musste ein Kind eine Klasse wiederholen, oder hat nicht die Schullaufbahnempfehlung erhalten, wie der beste Freund/in, oder hat eine zweite Fremdsprache dazu bekommen. Kinder können sich auch davor fürchten, wenn sie zur neuen Schule mit anderen Verkehrsmitteln als bisher fahren müssen.

Veränderungen können unter Umständen mit Ängsten und Verunsicherungen einhergehen. Auch das weiß der liebe Gott und wir können ihn auch dabei um seine Hilfe bitten.

Einen weiteren Gedanken sprach unser Älteste an. Es gibt auch Kinder die von Mitschülern und/oder Lehrern gemoppt werden. Oder Kinder sind im Elternhaus Spannungen und Streitereien ausgesetzt. Das sind Bedrängnisse und Sorgen der Kinder. Das sieht der liebe Gott und er möchte allen seine Hilfe geben.

Auch unter solchen Bedingungen können wir den großen Gott im Gebet anrufen.

Unser Ältester erzählte noch ein Beispiel aus seiner Kinderzeit. Seine Mutter hatte ihm den Haustürschlüssel mitgegeben. Mit der Erinnerung: Pass gut darauf auf! Er steckte den Schlüssel in seine Hosentasche und ging zum nahen Bauernhof, um dort bei der Heuernte zu helfen.

Am Abend suchte er dann seinen Schlüssel, denn dieser war wohl herausgefallen.

Jeder kann sich vorstellen, wie man sich fühlt, wenn der anvertraute Schlüssel verloren gegangen ist. Zumal das Suchen auf einem großen Platz, nach einer Heuernte, wirklich sprichwörtlich „die Suche im Heuhaufen“ ist und unmöglich erscheint. Aber der liebe Gott, hat die Not des kleinen Jungen gesehen und auch das Gebet - und hat geholfen. Genau neben seinen Füßen lag dann der Schlüssel.

Auch in auswegslosen Situationen kann uns der liebe Gott helfen.

Im Mitdienen sagte der Evangelist Pucknat, dass wir aus dem Gottesdienst drei Punkte mitnehmen sollen: Suchen (nach Gottes Hilfe), Anklopfen (im Gebet) und um göttliche Hilfe bitten.

Mit einem gemeinsam gesungenen Bußlied „ Aus Gottes guten Händen“ erlebte die Gemeinde die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls.

Der Gottesdienst endete dann mit Gebet und Segen.

Die zehn anwesenden neuen Schulanfänger aus dem Bezirk durften nach dem Gottesdienst sich vor dem Altar aufstellen. Der Evangelist Pucknat schenkte ihnen noch einen kleinen „Schutzengel“ aus Holz, mit ihrem Namen versehen.

Dann spielte das Kinderorchester noch ein Lied und die ganze Gemeinde hat das afrikanische Lied gesungen: „Funga allafia“.

In fröhlicher Stimmung verabschiedete sich die Gemeinde von einander.

Um 12 Uhr war dann das Treffen in Bürstel zum gemeinsamen Grillen.

Zum Ende des Nachmittages haben wir einige Kinder und Erwachsene nach ihrer Meinung über diesen Tag befragt und es kamen folgende Antworten heraus:

  • dass jedes Kind den Altarschmuck mit gestalten durfte, wurde sehr häufig angeführt.
  • Das Erlebnis mit dem verlorenen Schlüssel wurde erwähnt
  • Die Kinder haben sich angesprochen gefühlt, dass es auch Lehrer und Mitschüler gibt, die andere mobben.
  • Das gemeinsame Singen und Spielen im Orchester erfreute „alle“ Anwesenden
  • Die Berücksichtigung, dass alle Kinder einen Wechsel oder eine Veränderung zum neuen Schuljahr erfahren, nicht nur die kleinen Erstklässler, sondern auch die älteren Kinder
  • Die Schutzengel war eine gelungene Idee
  • Die Kerngedanken: suchen, anklopfen und um Hilfe bitten
  • Das leckere Essen und die Würstchen
  • Fußball spielen zwischen Jung und Alt
  • Der „Bonbon-Mann“ (zwei ältere Kinder und ein Jugendlicher haben sich mit  Süßigkeiten beklebte Kleidungen angezogen und sind umher gelaufen. Die Kinder durften sich die Bonbons usw abreißen)
  • Es gab noch für alle ein Eis
  • Das schöne Wetter ( es hat nur ganz wenige Tropfen geregnet)

Bericht: M. Fieberg, Fotos: Familie Fieberg