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Mittwoch, 19. Januar 2022

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Gemeindeausflug 1928

Chronik

Die Gemeinde Neumünster besteht seit dem Jahre 1903. Da am 21. August 1903 die ersten in Neumünster wohnenden Geschwister versiegelt und danach regelmäßig Gottesdienste abgehalten wurden, ist dieser Tag als Gründungstag der Gemeinde Neumünster zu bezeichnen.

Das Zeugnis vom wiederaufgerichteten Gnaden- und Apostelamt wurde erstmalig im Jahre 1902 nach Neumünster getragen. Schwester Behn aus Hamburg besuchte häufig ihre in Neumünster wohnende verheiratete Tochter in der Klosterstraße und berichtete über Ihren Glauben. Wenn es ihr auch nicht gelang, ihre Tochter von ihrem Glauben zu überzeugen, so fand sie doch bei anderen gläubigen Menschen Gehör. Besonders aufgeschlossen zeigten sich die Eheleute Carl Theodor Friedrich und Henriette Möller, so dass sie neben Fräulein Elsabe Elise Rickert und Frau Unruh am 21.08.1903 in einem Festgottesdienst in Kiel von Stammapostel Krebs versiegelt wurden. Das Ehepaar Möller stellte dann seine Wohnung in der Bismarckstraße 42 zweimal im Monat für den Gottesdienst zur Verfügung. Bedient und betreut wurden die Geschwister von Brüdern aus Kiel unter der Leitung des Priesters August Struckmann, Vorsteher der Gemeinde Kiel.

1908 war die Gemeinde auf über 40 Glaubensgeschwister gewachsen, so dass die Wohnung zu klein wurde. Als Versammlungsraum wurde eine Malerwerkstatt in der Ringstraße 23 angemietet. 1911 zog die Gemeinde dann in die Christianstraße 63 um.

Im Ersten Weltkrieg konnten Gottesdienste nur unregelmäßig stattfinden. Einzelne Geschwister fuhren auch zum Gottesdienst nach Kiel. Für einige Monate wurde in der Wilhelm-Tanck-Schule ein Klassenraum angemietet. Erst gegen Ende des Ersten Weltkrieges konnte sich die Gemeinde in einem kleinen Werkstattraum an der Wasbeker Straße 45 versammeln, seit 1922 in einem Kellerraum der Guttempler-Loge in der Mittelstraße.

1923 kam Priester Emil Sprenger aus Kiel nach Neumünster. Er wurde am 4.11.1923 von Apostel Blöcker zum Evangelisten und Vorsteher der Gemeinde ordiniert. Evangelisation und Zuzug sorgten für weiteres  Wachstum auf rund 138 Geschwister. So reichte der Platz im Versammlungsraum nicht mehr aus und die Gottesdienste fanden dann im 1. Stock des gleichen Hauses statt.

Im April 1924 wurde der Vorsteher der Gemeinde Hamburg-Rothenburgsort, Hirte Johannes Carl Theodor Drenkhahn, von seiner Dienststelle nach Neumünster versetzt. Er empfing am 12.09.1924 das Bezirksältestenamt. Ihm wurden die Gemeinden Flensburg, Schleswig, Rendsburg, Neumünster und etliche kleinere Gemeinden als Bezirksvorsteher anvertraut. 

Als am 21.2.1926 der Vorsteher Evangelist Emil Wilhelm Sprenger von Neumünster nach Kiel abberufen wurde, um der Kieler Gemeinde als Vorsteher zu dienen, übernahm der Bezirksälteste Drenkhahn in Neumünster die Vorsteheraufgabe. Auch die im Kieler Raum befindlichen Gemeinden wurden ihm als Bezirksvorsteher zugeordnet.

Im Frühjahr 1926 mietete Apostel Lembke eine Tischlereiwerkstatt in der Theodor-Storm-Straße 22 an, die dann als Versammlungsstätte genutzt wurde. Die Räume mussten im Jahre 1944 der Wehrmacht als Lagerraum überlassen werden. Die Katholische Kirche in der Bahnhofstraße stellte einen Nebenraum für unsere Gottesdienste zur Verfügung. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die Räume in der Theodor-Storm-Straße wieder für Gottesdienste genutzt werden.

Am 17.02.1949 wurden der Älteste Drenkhahn und Priester Eckstein in den Ruhestand versetzt und der aus Hittfeld stammende Bezirksevangelist Peter Hansen zum Vorsteher der Gemeinde gesetzt. Am 17. April des gleichen Jahres wurde er zum Bezirksältesten ordiniert.

Zunächst wurde am 1.10.1949 die Gemeinde Neumünster-Tungendorf  mit Priester Staben als Vorsteher gegründet. Die Gottesdienste fanden im Volkshaus im Hürsland statt. So hatten rund 80 Geschwister einen neuen Versammlungsraum. Seit diesem Zeitpunkt versammelten sich auch die Geschwister aus Neumünster-Einfeld in der Wohnung der Geschwister Hagemann, später in einem angemieteten Barackenraum und dann in einem Schulraum der Einfelder Grund- und Hauptschule zum Gottesdienst. Offiziell wurde die Gemeinde am 1. Januar 1954 gegründet. Vorsteher der Gemeinde Neumünster-Einfeld war zunächst der Vorsteher der  Gemeinden Nortorf und Bordesholm Priester Heinrich Binder. Zu seiner Entlastung wurde Priester Helmut Ebersbach am 13. Februar 1955 zum Vorsteher der Gemeinde gesetzt.

Trotz der rund 90 Geschwister, die in Tungendorf und Einfeld ihren Gottesdienst feierten, reichte der Platz in der Versammlungsstätte in der Theodor-Storm-Straße nicht mehr aus, da die Gemeinde durch Zuzug von rund 100 Geschwistern und Amtsbrüdern aus den Ostgebieten stark gewachsen war.  Die Gottesdienste fanden von Ende 1950 bis zur Einweihung der neuen Kirche am Franz-Rohwer-Platz in der Aula der Holstenschule statt.

Am Pfingstsamstag, 5. Juni 1954, war es dann soweit: Bezirksapostel weihte die Kirche am Franz-Rohwer-Platz ein und führte in seinem Dienen aus, dass unsere Kirchengebäude keine Baudenkmäler sein sollen sondern eine Unterkunft  für nach Gottes Wort verlangende Seelen.

Die Kirche, damals mit rund 900 Sitzplätzen, war als Zentralkirche für den Ältestenbezirk Neumünster konzipiert. So versammelten sich dort die Glaubensgeschwister der umliegenden Gemeinden bei den durch den Stammapostel zentral gehaltenen Neujahrsgottesdiensten, die per Postkabel übertragen wurden, und auch zu anderen großen Gottesdiensten. Zwischenzeitlich haben viele kleinere Gemeinden auch Satellitenempfangseinrichtungen, so dass die nach mehreren Umbauten neu gestaltete Kirche jetzt rund 600 Plätze bietet.

Die Gemeinde wuchs 1954 auf rund 370 Geschwister. Am 12.12.1954 wurde Hirte Wilhelm Hagemann zum Vorsteher gesetzt und führte die Gemeinde rund 30 Jahre. Ende 1963  umfasste sie 345 Erwachsene und 53 Kinder.

Am 18.12.1966 wurde der Vorsteher der Gemeinde Neumünster-Tungendorf, Priester Staben, durch Bezirksapostel Weinmann in den Ruhestand verabschiedet und Priester Helmut Ebersbach wurde neben der Gemeinde Einfeld auch für Tungendorf zum Vorsteher gesetzt.

Mit der Weihe der neuen Kirche in der Schulstraße wurden die Gemeinden Neumünster-Einfeld und Neumünster-Tungendorf am 22. April 1979 unter der Leitung des Gemeinde-Evangelisten Helmut Ebersbach (seit 30.05.1971) zur Gemeinde Neumünster-Tungendorf zusammengelegt. Nach 35 Jahren als Gemeindevorsteher trat Evangelist Ebersbach am 30.09.1990 in den Ruhestand. Priester Volker Muth erhielt am gleichen Tage den Vorsteherauftrag. Am 1. September 2003 übernahm der Bezirksälteste Rainer Schalk zusätzlich die Vorstehertätigkeit, die er am 14. Juli 2004 an Priester Erhard Binder übertragen konnte.

Aufgrund der inzwischen entstandenen Entwicklung der Bevölkerungszahlen und der wegen wirtschaftlicher Gründe fortgezogenen Geschwister sind die Mitglieder der Gemeinde Neumünster-Tungendorf seit  Januar 2007 wieder in der Gemeinde Neumünster am Franz-Rohwer-Platz zu Hause.

Am 26.04.1984 übernahm Hirte Heinrich Tank nach der Zurruhesetzung des Hirten Wilhelm Hagemann die Gemeindeführung.

Am 30.04.1989  folgten als Vorsteher Evangelist Rainer Schalk (ab 19.09.1993  als Bezirksevangelist) und am 15.05.1994 Evangelist Arvid Beckmann (ab 25.12.1995 als Bezirksevangelist).

Am 15.12.1996 wurde Hirte Norbert Madle zum Vorsteher der Gemeinde gesetzt und die Gemeinde war im Jahre 1997 auf über 420 Geschwister gewachsen.

Von 1983 bis 1997 wurden im „weißen Flecken“ Boostedt monatlich zwei Gottesdienste gehalten und seit 24.06.1990 finden regelmäßig Gottesdienste im Seniorenheim „Haus Stormarn“ und später im „Haus am Wasserturm“ statt.

Am 12.12.2012 versetzte Apostel Uli Falk den Hirten Norbert Madle nach fast 16-jähriger Vorstehertätigkeit in den Ruhestand und übertrug den Vorsteherauftrag auf Priester Jürgen Jegminat, der aus dem Ältestenbezirk Kiel stammt.

Zur Gemeinde Neumünster zählen im Jubiläumsjahr "150 Jahre Neuapostolische Kirche" 380 Geschwister und gehört mit den Gemeinden in Bad Bramstedt, Bordesholm, Büsum, Heide, Hohenwestedt, Itzehoe, Marne,  Rendsburg und Trappenkamp zum Ältestenbezirk Neumünster.

Juni 2013/hk





Amtsträger im Jahre 2002
Hirte Norbert Madle im Jahre 2002
Amtsträger mit Ehefrauen im Jahre 2005
Priesterliche Ämter im Jahre 2009
Amtsträger im Jahre 2012

Vorsteher der Gemeinde

21.08.1903 Priester August Struckmann, Vorsteher der Gemeinde Kiel, später Bezirksältester
04.11.1923 Evangelist Emil Sprenger
21.02.1926 Bezirksältester Johannes Drenkhahn
17.02.1949 Bezirksevangelist Peter Hansen
12.12.1954 Hirte Wilhelm Hagemann
26.04.1984 Hirte Heinrich Tank
30.04.1989 Evangelist Rainer Schalk, ab 19.09.1993 als Bezirksevangelist
15.05.1994 Evangelist Arvid Beckmann, ab 25.12.1995 als Bezirksevangelist
15.12.1996 Hirte Norbert Madle
12.12.2012 Priester Jürgen Jegminat, ab 23.03.2014 als Hirte