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Donnerstag, 21. November 2019

Ereignisreiches Wochenende in Norddeutschland

„Hier wird Geschichte geschrieben.“ Mit diesen Worten charakterisierte Stammapostel Wilhelm Leber die Ereignisse, die dem Gottesdienst am 6. Mai in Neumünster / Schleswig-Holstein besonderes Gepräge gaben. Apostel Walter Drave und Bischof Hartwig Warfsmann traten in den Ruhestand, Bischof Uli Falk wurde in das Apostelamt ordiniert.

Die Arbeit der aus dem aktiven Dienst scheidenden Amtsträger wurde bereits am Samstag in einer besonderen Feierstunde gewürdigt. Eine Bildergalerie finden Sie hier …

Am Sonntag erlebten über 18.000 Geschwister in Norddeutschland den Gottesdienst des Stammapostels, der an diesem Tag von den norddeutschen Aposteln und Bischöfen sowie von Bezirksapostel Klingler, Hannover, Apostel Kainz, Österreich, Apostel Korbien, Mitteldeutschland  und Apostel Berndt, Brandenburg begleitet wurde.

Dem Gottesdienst lag ein Wort aus Jesaja 62,1 zugrunde: "Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel,"

Als Eingangslied wurde aus dem Gesangbuch Nr. 335 "Es kennt der Herr die Seinen" gesungen.

Zu Beginn des Gottesdienstes ging der Stammapostel auf den Muttertag ein und betonte die Mutterliebe, die die meisten am eigenen Leib erfahren haben. Er wandte sich aber auch besonders denjenigen Geschwistern zu, deren Wunsch, Kinder zu haben, sich bislang nicht erfüllt hat.

Auf einer höheren Ebene werden wir von der Gottesliebe umgeben. Es ist eine Aufgabe für uns, diese Beziehung zu unserem Gott zu pflegen und zu fördern. Dies gelingt am besten, wenn man sich im Einflussbereich der göttlichen Liebe aufhält.

Eingehend auf die Formulierungen des Bibelwortes "um Zions willen" und "um Jerusalems willen" nannte der Stammapostel Ereignisse aus der Zeit des Alten Bundes, die das Handeln Gottes zur Bewahrung und Führung seines Volkes veranschaulichen:

  • um sein Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft in die Freiheit zu führen, sandte Gott die 10 Plagen
  • um sein Volk durch die Wüste zu führen, sandte Gott die Feuer- und Wolkensäule zur Orientierung
  • um sein Volk vor den Verfolgern zu retten, öffnete Gott einen Weg durchs Schilfmeer

Auch heute steht der Herr zu seinen Verheißungen und gibt Hilfe und Orientierung für diejenigen, die nach seiner Hilfe fragen. Die Verhältnisse heutiger Zeit dienen auch zur Vollendung und Bewährung der Braut Christi.

Der Stammapostel charakterisierte folgende Zeiterscheinungen:

  • Wir leben in einer unruhigen Zeit; nichts hat mehr Bestand, es gibt ständig Veränderungen, nichts gilt mehr als sicher. Wahre Sicherheit findet man nur beim Herrn.
  • Wir leben in einer Zeit fortschreitenden Unglaubens. Echter Glaube ist etwas Köstliches und wird immer seltener.
  • Wir leben in einer Zeit eines überschwänglichen Angebots und zeitlichen Drucks. Es gilt Prioritäten zu setzen für die zur Verfügung stehende Zeit und eine klare Entscheidung für den Herrn zu treffen.

Der Herr schweigt nicht!

Den gläubig Fragenden wird der Herr immer eine Antwort schenken. Manches Mal muss man darum ringen, aber um die Braut der Vollendung zuzuführen wird der Herr Antwort geben.

Nach seinem Dienen rief der Stammapostel Apostel Drave an den Altar.

Der Apostel legte in seinem letzten Dienen einen besonderen Schwerpunkt auf die Dankbarkeit, insbesondere auch im Gedenken an seine Mutter, die ihn auch in Zeiten der Not bewahrte und führte. Mit einem dankbaren Rückblick auf die Jahre der aktiven Amtstätigkeit, in den auch seine Familie eingeschlossen war und einem herzlichen Segenswunsch für seinen Nachfolger beendete Apostel Drave sein Dienen.

Bezirksapostel Klingler hob in seinem Predigtbeitrag die besondere Zusammenarbeit mit Apostel Drave hervor. Bezugnehmend auf den Muttertag verglich der Bezirksapostel die Gemeinde mit dem Begriff der Mutter. Unsere Dankbarkeit der Mutter/Gemeinde gegenüber können wir durch das Einbringen unserer Gaben erweisen.

Apostel Kainz betonte die besondere Qualität Gottes, die im Bibelwort genannt wird: ER wird nicht rasten... ER wird nicht schweigen... Der Apostel forderte die Zuhörer dazu auf, ebenfalls im Kontakt mit den Mitmenschen nicht zu schweigen, versöhnungsbereit zu sein und den Ruf „Herr, komme bald“ wach zu halten.

Stammapostel Leber leitete dann zur Feier des heiligen Abendmahls über und betonte noch einmal, dass es wichtig sei, keine Distanz zu Gott aufkommen zu lassen und keinen Ersatz für Gott zu suchen. Für die Gnade Gottes gibt es keinen Ersatz.

Das Abendmahl für die Entschlafenen nahmen stellvertretend Apostel Drave und Bischof Warfsmann in Empfang.

Im Anschluss nahm der Stammapostel die Zurruhesetzung des Apostels und des Bischofs vor. In einer bewegenden Ansprache an Apostel Drave skizzierte der Stammapostel die Schwerpunkte der langjährigen Amtstätigkeit des Apostels. Die Seelsorge für die Geschwister und der Wille zur Versöhnung waren die treibenden Kräfte in seiner Arbeit, in der auch edle Gesinnung des Apostels immer wieder sichtbar wurde.

Auch die Verdienste des Bischofs wurden herausgestellt, der sein Leben in vorbildlicher Weise dem Herrn geweiht hat. Sein starker Glaube war Vorbild für die anvertrauten Geschwister. Aufgrund der Nachwirkungen eines schweren Unfalls wurde Bischof Warfsmann vorzeitig in den Ruhestand versetzt.

Anschließend ordinierte der Stammapostel Bischof Uli Falk zum Apostel, der zukünftig den Arbeitsbereich von Apostel Drave übernimmt. Begleitet mit den Segenswünschen des Stammapostels, aller Apostel und aller Anwesenden übernahm der Bischof die verantwortungsvolle Aufgabe.

Mit Gebet und Segen beendete der Stammapostel den Gottesdienst.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von mehreren Chören umrahmt. Es sangen ein Kinderchor, ein Jugendchor, ein Frauenchor und ein großer gemischter Chor, die sowohl durch die ausgewählten Texte als auch durch stimmungsvolles Musizieren den besonderen Charakter dieses Gottesdienstes unterstrichen.