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Mittwoch, 23. September 2020

Kurzvorstellung: Apostel Helge Mutschler

(07.04.2016) Norddeutschland/Mitteldeutschland. Am Sonntag, 19. Juni 2016, werden die Bezirksapostelbereiche Mitteldeutschland und Norddeutschland zu einem neuen Bereich unter der Leitung von Bezirksapostel Krause zusammengeführt (wir berichteten). Ihm stehen weiterhin die Apostel Falk, Schulz und Steinbrenner zur Seite, zusätzlich dann die mitteldeutschen Apostel Korbien, Mutschler und Wosnitzka. Letztere werden nach und nach kurz den norddeutschen Leserinnen und Lesern vorgestellt. Heute: Apostel Mutschler

"Mein Arbeitsprogramm lautet: Ich liebe Jesus und habe Sehnsucht nach ihm." Mit diesen Worten schloss Helge Mutschler seinen ersten Predigtbeitrag als Apostel im Rahmen eines Gottesdienstes für Amtsträger am Montagabend, 16. November 2015, den Bezirksapostel Klingler in Hildesheim feierte. Einen Tag zuvor hatte Stammapostel Schneider Zwickau besucht, die Apostel Bimberg und Burchard in den Ruhestand verabschiedet und den Bezirksältesten Mutschler zum Apostel ordiniert.

Brückenbauer und Mut-Macher

"Ich danke euch für eure Gebete und eure Offenheit. Ich bin Gott dankbar, dass es euch gibt", betonte der frisch ordinierte Apostel gegenüber der versammelten Gemeinde in Hildesheim, die sich aus allen aktiven Amtsträgern der Gebietskirche Niedersachsen (Neuapostolische Kirche Mitteldeutschland) zusammensetzte. Neben der Nähe zu den Amtsträgern brachte Apostel Mutschler die Nähe zum Stammapostel zum Ausdruck, indem er sich auf seine Predigt vom Vortag bezog:

"Der Stammapostel hat uns aufgefordert, Licht in dieser Welt zu sein. Dein Licht kann in dieser Welt etwas verändern", so der Apostel, "zunächst in deiner Familie, in deinem Umfeld und dann in einem immer größer werdenden Kreis." Dazu gab er einige konkrete Beispiele, wie man ein Licht sein könne – Aufgaben, die er sich auch selbst gab: Ein Licht sei man, wenn man Andersartigkeit zulasse, Fehler des Nächsten in Liebe trage, Brücken zu anderen baue, Mut mache und mal über sich selbst lache.

Ehemaliger Zivi und heutiger Doktor

Inzwischen hat Helge Mutschler Dutzende Gottesdienste als Apostel durchgeführt und sich in seinem erweiterten Zuständigkeitsbereich Niedersachsen vielen Kirchenmitgliedern vorgestellt. Am besten bekannt dürfte er jedoch in Freudenstadt im Schwarzwald sein, wo er seine komplette Kindheit und die ersten Jahre seiner Jugend verbrachte: geboren als viertes Kind seiner Eltern am 8. August 1974, getauft, versiegelt und rund 20 Jahre später ordiniert zum Unterdiakon – kurz nach seinem Abitur.

Nachdem Helge Mutschler seinen Zivildienst in einem Alten- und Pflegeheim geleistet hatte, begann er 1995 an der Universität Hannover Rechtswissenschaften zu studieren. Von 2001 bis 2003 absolvierte er sein Rechts-Referendariat, schloss mit dem zweiten Staatsexamen ab und wurde im Mai 2003 zum Rechtsanwalt bestellt. Es folgte eine Beschäftigung als Geschäftsführer bei der Steuerberaterkammer Niedersachsen und Anfang 2005 die Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften.

Langjähriger Diakon und junger Apostel

Im Mai 2008 wurde Helge Mutschler nach vierzehn Jahren Diakonendienst – zwei davon als Unterdiakon – zum Priester ordiniert, und noch im gleichen Jahr zum Evangelisten. In den Jahren 2009 und 2010 leitete er gemeinsam mit einem Hirten die Gemeinde Hannover-Herrenhausen, ehe ihn Bezirksapostel Klingler Ende 2010 zum Bezirksevangelisten und zwei Jahre später zum Bezirksältesten ordinierte. Fortan war er mit der Leitung des Bezirks Hannover-West, später Hannover-Nordost betraut.

Als 875. Apostel in der Geschichte der Neuapostolischen Kirche gehört Helge Mutschler nicht nur zu den jüngst ordinierten (im Vergleich: Apostel Dirk Schulz ist der 844. Apostel), sondern mit seinen 41 Jahren auch zu den jüngsten in Europa. Das Durchschnittsalter seiner Kollegen im Apostelkreis der ab 19. Juni 2016 bestehenden Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland ist 56 Jahre. Nach Helge Mutschler ist der jüngste Apostel Uli Falk (52), der älteste Apostel Rolf Wosnitzka (62).

Stolzer Ehemann und glücklicher Vater

Seit Mai 2007 ist Helge Mutschler mit der gebürtigen Ulmerin Ann Juliette Schindewolf verheiratet. Nachdem sie in Augsburg und Graz studiert und in Flensburg und Bremerhaven am Opernhaus gesungen hatte, ist sie inzwischen freischaffend künstlerisch tätig. "Wir teilen unsere Freude an der Musik", sagt Apostel Mutschler. Fokussiert ist er aber ganz auf sein neues Aufgabengebiet – und seine Rolle als Vater, denn "2013 wurde unser Sohn geboren, den wir als großes göttliches Geschenk empfinden."

Text: Björn Renz

Foto: Inge Kindt