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Freitag, 18. Oktober 2019

Konzerte zum Festgottesdienst des Stammapostels

Große Betriebsamkeit herrschte am Wochenende des 4/5 Dezember in und um die Neuapostolische Kirche Eppendorf im Abendrothsweg 18. Am Sonnabend, den 04.12.2010 fanden hier zwei Konzerte  statt, welche aufgezeichnet wurden und zum Teil auf CD im Bischoff Verlag veröffentlicht werden sollen.

Zum Nachmittagskonzert hatte Bezirksapostel Schumacher, der an diesem Wochenende in den Ruhestand versetzt werden sollte, viele Gäste geladen. Etliche Bezirksapostel, Apostel und Mitarbeiter, mit denen er in den zurückliegenden Jahren zusammengearbeitet hatte, waren gekommen. Ausserdem waren die Vorsteher und Bezirksämter mit ihren Frauen aus seinem Arbeitsbereich geladen.


Stammapostel Leber, begrüßte alle Anwesenden und richtete einige einleitende Worte an die Gäste.  Apostel Uli Falk moderierte das Konzert.

Der Kammerchor Wilhelmshaven eröffnete das Konzert mit dem "Magnificat" von Michael Bender. Die Aufführung des Chores Anfang des Jahres in Aurich hatte Bezirksapostel Schumacher so gut gefallen, dass er den Dirigenten Gerrit Junge und den Wilhelmshavener Kammerchor zu einem Auftritt in dem Konzert in Eppendorf eingeladen hat. Mit der kontrastreichen Musik des zeitgenössischen Künstlers Michael Benedict Bender erreichte der frisch und strahlend singende Chor seine Zuhörer und wurde mit kräftigem Applaus belohnt.

Der Konzertchor Norddeutschlands bewegte seine Zuhörer mit ihrem leidenschaftlichen Vortrag von drei anspruchsvollen Stücken aus dem Messias von Händel. Nach erfolgreichen Konzerten in Stade und Bremen haben Zuhörer im Dezember noch Gelegenheit das gesamte Konzert des engagierten Chores unter Leitung von Daniel Arnold in Rostock und Neubrandenburg zu hören.


Der Chamber Choir aus Großbritannien brachte Lieder von Harold Darke "In the bleak mid-winter" und Moses Hogan "Glory, Glory, Glory to the Newborn King" zu Gehör. Das Hamburg Orchester spielte u.a. das 5. Klavierkonzert Es-dur op.7. Den fulminanten Abschluss von Chor und Orchester bildete das Lied "When the saints go marchin in" von John Rutter.

Diese Vielfalt der Norddeutschan Chöre veranlasste den Stammapostel zur Frage: " Ist auch ein Chor von Grönland dabei?" Diese Frage von Stammapostel Leber musste Bezirksapostel Schumacher zwar verneinen. Ansonsten stellten die Vorträge aber mit den Bereichen Hamburg, Bremen und Großbritannien einen musikalischen Streifzug durch den Bezirksapostelbereich Norddeutschlands dar. Damit zeigte sich auch ein vom Bezirksapostel angestrebtes Ziel, nämlich das Zusammenwachsen der Bereiche und ein überregionales Brückenschlagen.

Eine Besonderheit gab es beim Klavierkonzert des Hamburg-Orchesters: Kurz vor dem Auftritt des Hamburg-Orchesters lüftete Apostel Falk das Geheimnis des fehlenden Dirigenten im Programmheft: Der Bezirksapostel würde dieses Stück selbst dirigieren!
Ein Viola-Spieler berichtet, dass der Einsatz sehr spannend für ihn war, da der Bezirksapostel als Chordirigent damit erstmals ein Orchester leitete. Er fand es beachtlich, dass der Bezirksapostel das Lied ohne Noten dirigiert hat. Die Spieler und Zuhörer konnten bei dem gefühlvollen Vortrag die besondere Verbundenheit des Bezirksapostels zu dem Stück spüren: Er hatte es auf vielen Autofahrten zu Gottesdiensten gehört und auch auf den Rückfahrten war es sein ständiger Begleiter. So konnte er sich mit dem eigenen Dirigat einen langgehegten Wunsch erfüllen.

Abends ab 19.30 Uhr musizierten das Hamburg-Orchester und der UK Chamber Choir aus Großbritannien und präsentierten das Programm, welches auch auf der Konzertreise im Oktober in London zum Vortrag kam.


Standing ovations nach Visumstress und Schneechaos

Bischof Middleton sagte auf Apostel Falks Frage nach der Anreise: „Yesterday it was impossible, today ist was difficult and now we are here" („Gestern war es unmöglich , heute war es schwierig und jetzt sind wir hier"). Erst gab es Schwierigkeiten mit den Visas für die afrikanischstämmigen Geschwister, dann legte ein Schneechaos bei -18 C den Londoner Flughafen lahm. „Da haben wir ganz schön für unsere Geschwister aus Großbritannien gebetet", sagte eine junge Cellospielerin aus Lüneburg.

Durch die im Oktober stattgefundene Konzertreise des Hamburg-Orchesters nach London und gemeinsamen Auftritten mit dem UK Chamber Choir hat sich eine enge Verbundenheit und Freundschaften zwischen den deutschen Musikern und britischen Sängern entwickelt. Insofern waren alle glücklich, dass nach vielen gecancelten Flügen noch mehr Improvisation und mit viel Verspätung, die fünfzig britischen Sänger und ihre dreizehn Begleitpersonen es noch rechtzeitig zum Konzert nach Eppendorf geschafft hatten.
Die stimmgewaltigen Sänger wurden für ihren stimmungsvollen Auftritt vom Publikum mit standing ovations und tosendem Applaus für ihre Strapazen belohnt.

Die Sänger und Zuhörer waren sich einig: Auch in Zukunft sollte die Zusammenarbeit weiter fortgesetzt werden.